Ein Produktiv-System mit Open-Source Software aufsetzen

Alle paar Monate ist es soweit. Die Windows-Installation ist voll mit Resten von Programmen die man „mal eben“ installiert hat, auf dem Desktop sammelt sich unnützes Zeug, und langsam und instabil ist das Ganze auch noch. Zeit für eine Neu-Installation.

Damit ich beim nächsten Mal nicht so viel nachdenken muss, und damit andere vielleicht ein paar Verbesserungen für ihr System finden, schreibe ich hier wie mein aktuelles System (Stand: 30.10.2006) aufgebaut ist und welche Software ich wofür benutze. Mein Fokus liegt dabei (soweit wie möglich) auf Open-Source Software.

Grundsystem

Eine Festplatte mit drei Partitionen:

  1. Laufwerk C: mit 30 GB, dort landet das Betriebssystem (momentan Windows XP mit SP2) und alle Programme.
  2. Laufwerk D: mit 50 GB, dort landen der Apache und die My-SQL Datenbanken. Außerdem alle Projekte an denen ich arbeite, Fotos, Bilder und sonstiges Referenzmaterial. Alles ordentlich in einer Ordner-Hierarchie sortiert.
  3. Laufwerk E: mit dem Rest der Platte, wo das ganze unwichtige Zeug liegt. Hauptsächlich Installationspakete für Software die ich benutze, und einige Daten die ich schon seit Jahren nicht mehr angeschaut habe.

Häufig genutzte Software

Zum Surfen, Chatten, Arbeiten usw.

Um Extensions zum laufen zu bewegen die noch nicht für den aktuellen FF umgeschrieben wurden kann man sich eines kleinen Hacks bedienen:

  1. In der Adresszeile „about:config“ (ohne Anführungszeichen) aufrufen.
  2. Rechtsklick irgendwo ins Bild, dann „Neu“-> „Boolean“ auswählen.
  3. Als Namen „extensions.checkCompatibility“ eintragen und den Wert auf „false“ setzen.
  4. Firefox neu starten und die Extension installieren.
  5. VORSICHT! Damit wird jegliche Überprüfung auf Kompatibilität der Extension ausgeschaltet.

Für E-Mails und gegen Spam

Gegen Viren

Für alles wofür ich keine volle IDE brauche

Für alles wofür ich eine volle IDE brauche

Für die Remote-Administration von *BSD und Linux/Unix Servern

Damit Putty bei vielen Servern besser zu handhaben ist, und natürlich für andere Programme

Zum Lesen von RSS Feeds

Zum Abspielen von Quicktime-Filmen ohne Quicktime

Zum Abspielen von Realmedia-Filmen ohne Realplayer

Zum Abspielen von so ziemlich allen anderen Formaten

Zum Aufnehmen und bearbeiten von so ziemlich allem

Für alle FTP Aufgaben

  • Webdrive (Nicht OS!) (Bessere Software gesucht)

Für alle Arten von Datei-Operationen

Zum Erstellen von PDF-Dateien

Zum Betrachten und einfachen Bearbeiten von Bildern

Für das Packen und Entpacken von so ziemlich allen Formaten

Zum Hören von MP3s und Streams etc.

Zum rauspicken von Farbwerten und verändern derselben

Um beliebige Fenster auf eine bestimmte Größe zu bringen

Zum Zoomen von bestimmten Bereichen des Bildschirms

  • MouseZoom (Nicht OS!) (Bessere Software gesucht)

Um alles mögliche pixelgenau nachzumessen auf dem Bildschirm

Für Grafikbearbeitung, Foto-Retuschen u.ä.

Für Notizen, Referenzmaterial, Projektverwaltung und „Kladde“

Software die nebenbei (immer) läuft

Zum Telefonieren und für IM

  • Skype (Nicht OS!)

Zum sicheren verwahren sensibler Daten

Gegen Schnüffler und Nach-Hause-Telefonierer

  • Sygate Personal Firewall (Nicht OS!)
  • Comodo Personal Firewall (Nicht OS!)

Um beliebige Programme in den System-Tray zu schicken

Software die ich selten benutze

Für die wöchentlichen Backups aller Daten aus Firefox und Thunderbird

Für das „kleine Linux zwischendurch“, mit integriertem Qemu

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4 Kommentare zu “Ein Produktiv-System mit Open-Source Software aufsetzen
  1. Volker sagt:

    Gute Sammlung, durchaus was nützliches dabei. Wird kein Virenscanner verwendet? AVGfree ist für privaten Gebrauch umsonst und auch bei den Tests ganz passabel dabei.

  2. IT sagt:

    Hallo Volker,

    klar das Virenprogramm, das hatte ich vergessen. Für Privatanwender ist Antivir PE sicher nicht schlecht. Da ich (wo möglich) auf Open-Source setze nehme ich allerdings lieber ClamWin.

    Danke für den Hinweis, ich habe die Liste ergänzt.

    Gruß, Ingo

  3. Jörg sagt:

    Hallo, Ingo,

    Du schreibst über laufwerk D: „Alles ordentlich in einer Ordner-Hierarchie sortiert“. Da ich immer Probleme habe, bei mir eine saubere Ordnerstruktur zu pflegen (entweder ist sie zu tief oder zu breit), verrat mir doch mal Deine (falls das zu aufwändig ist, gerne auch nur auszugsweise). Da es mir zu lästig ist, Dateien immer gleich in eine tiefe Struktur wegzusortieren, speichere ich alles auf dem Desktop – und entsprechend voll und unaufgeräumt sieht der dann aus.

    Vielen Dank, Jörg

    • IT sagt:

      Hallo Jörg,

      ich bin GTD’ler (http://de.wikipedia.org/wiki/GTD), daher bekommt jedes Projekt einen Ordner unter „Projekte“, wo ich alles reinwerfe bis zu einer Zahl von ca. 10 Dateien. Ab diesem Umfang wird aufgeräumt, z.B. nach „PSD, Code, Doku“ usw. geordnet. Für alles was ich mir wiederbesorgen kann gibt es im Root einen Ordner „Medien“ mit „Audio, Video, PDF“ etc., die noch weiter unterteilt werden, z.B. nach „Hörbücher, Klassik, Filme, Serien“ usw. Damit fahre ich sehr gut, man muß halt seine ganze Verwaltung von Projekten anderweitig im Griff haben, z.B. mit MonkeyGTD. Siehe den Wikipedia-Artikel für weitere Software.

      Gruß, Ingo

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