vsftpd mit UTF-8 Encoding

Wenn ich einen FTP-Server aufsetze nehme ich meist vsftpd, da dieser leicht zu konfigurieren, schlank und sehr sicher ist. Leider gibt es in einigen Debian und Ubuntu-Versionen das Problem, daß der Server kein UTF-8 versteht, und so die Umlaute und Sonderzeichen falsch angezeigt werden.

Dies kann man prüfen, indem man einen „FEAT“ Befehl an den Server sendet (z.B. mit FileZilla über Server -> Benutzerdefinierter Befehl…). Dort sollte in der Liste u.a. „UTF-8“ auftauchen. Wenn nicht, dann spricht der Server (noch) kein UTF-8. Das führt dazu, daß die Clients oft Dateien nicht lesen oder löschen können. Nach einer längeren Suche bin ich dann auf den Bug und den Fix (eine nicht dokumentierte Konfigurationsoption) gestoßen. Einfach in die /etc/vsftpd.conf:

utf8_filesystem=YES

und schon kann der FTP-Server (nach einem Neustart) auch wieder UTF-8… sinnigerweise sollte man mittels „sudo dpkg-reconfigure locales“ die Standardsprache auf de_DE.UTF-8 einstellen, dann ist auch auf der Shell alles gut.

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2 Kommentare zu “vsftpd mit UTF-8 Encoding
  1. Besserwisser sagt:

    root@:~# /etc/init.d/vsftpd restart [….] Restarting vsftpd (via systemctl): vsftpd.service

    Restart dauert etwas länger mit Deinem Eintrag in der conf. Aber nach dem FEAT Befehl steht UTF-8 in der Liste.

    Danke

  2. FTP-Frustrierter sagt:

    Danke für diesen Artikel. Ich wäre schon fast durchgedreht. Es scheint nämlich für viele Clients kein Problem zu sein, trotz des fehlenden Eintrags in der vsftpd.conf mit UTF8 und entsprechenden Sonderzeichen umzugehen. Wenn man dann doch mal einen störrischen Client erwischt (bei mir foobar2000 für Android), dann erkennt man das Problem nur schwer. Zumal wenn man sich auf die anscheinend unvollständige manpage verlässt, das Standard-vsftp.conf-File daher ignoriert und von der Option nichts weiß.

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